Krebsfrüherkennung

Vorsorge und Vorsorge plus ab 35

Jede Frau ab 20 sollte einmal im Jahr zur Vorsorge gehen, diese umfasst weit mehr als nur das Screening auf Gebärmutterhalskrebs. Das bedeutet unter anderem, dass ein gezielter Abstrich vom Muttermund auf Krebszellen untersucht wird. Ab dem 30. Lebensjahr gehört die Untersuchung der Brust und ab dem 50. Lebensjahr die Untersuchung des Enddarmes mit dazu.

Ab dem 01.01.2020 gibt es Neuerungen für gesetzlich versicherte Frauen in der Vorsorge. Alle Frauen zwischen dem 20. und 65. Lebensjahr werden regelmäßig in Abständen von fünf Jahren von ihren Krankenkassen über die Möglichkeit der Teilnahme an der Vorsorge informiert. In dem Schreiben sollen auch der Nutzen und die Risiken des Screenings erklärt werden. Die Untersuchungen können von den Frauen auch unabhängig von den Anschreiben der Krankenkassen und über das 65. Lebensjahr hinaus in Anspruch genommen werden.

Im einzelnen wurden folgende Änderungen festgelegt:

  • Frauen zwischen dem 20. und 34. Lebensjahr bekommen weiterhin jährlich neben den o.g. Leistungen einen zytologischen PAP-Abstrich der Gebärmutterhalszellen. Dieser Abstrich ist das Erfolgsmodell der Krebsvorsorge in Deutschland und hat uns Frauen in vielen Fällen sehr viel Leid erspart. In keinem Land der Welt ist die Häufigkeit von Gebärmutterhalskrebs so gesunken wie in Deutschland.
  • Frauen ab dem 35. Lebensjahr bekommen weiterhin einmal im Jahr die reguläre gynäkologische Untersuchung. Neu wird aber sein, dass diese Frauen nur noch alle 3 Jahre einen PAP-Abstrich, allerdings in Kombination mit einem HPV-Test (Humane-Papillomviren: diese Viren gelten als Hauptursache für die Entstehung des Gebärmutterhalskrebses) bekommen werden. Diese Untersuchung wird ohne Zuzahlung sein. Im zweiten und dritten Jahr darf zukünftig kein PAP-Abstrich mehr als Kassenleistung durchgeführt werden.

Vorsorge plus ab 35 bedeutet, daß Sie im zweiten und drittem Jahr einen Abstrich als Selbstzahlerleistung in Anspruch nehmen können. Damit wird die Lücke des längeren Intervalls der ausfallenden gesetzlichen Untersuchungen geschlossen und die bisherigen hohen Sicherheitsstandards weiterhin gewährleistet. Durch die frühzeitige Erkennung und Behandlung kann sich Gebärmutterhalskrebs relativ einfach verhindern lassen.

Es gibt viele zusätzliche Untersuchungen im Rahmen der Krebsfrüherkennung (z.B. Ultraschalluntersuchungen der Brust, Gebärmutter, Eierstöcke, Blasenkrebstests oder weitere Abstrichuntersuchungen), die wir Ihnen ganz individuell empfehlen und erklären.

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